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Die Kraft des Wassers wird am bzw. mithilfe des Kronawettwehres bereits seit mehreren hundert Jahren genutzt. Ursprünglich diente das Wehr ausschließlich dazu, Wasser aus der Alm in den Kroanwethmühlbach umzuleiten um dann dort – besser kontrollierbar und daher vor Hochwässern geschützt – mittels Wasserrädern in fünf Säge- und Getreidemühlen (Kronawethmühle, Sattelmühle, Grubmühle, Reichelmühle u. Stiftssäge) die Energie zu Nutzen und Mahlwerke und Sägen anzutreiben. Da nicht genügend Wasser vorhanden war und an den jeweiligen Standorten immer Mühle und Säge gemeinsam betrieben wurde, musste in der Nacht gemahlen werden, dafür wurde am Tag Holz geschnitten.

Schrittweise wurden dann Anfang des 20. Jahrhunderts die Anlagen elektrifiziert. Anfangs ausschließlich für die Produktion und die Lichtversorgung der zugehörigen Häuser, rasch wurden aber auch Nachbarn mit Strom und somit elektrischer Beleuchtung versorgt. Zwar wurden diese Kleinnetze (leider) wieder aufgegeben, die Erzeugung von Strom wurde aber fortgesetzt und der Überschussstrom ins öffentliche Netz eingespeist.

Notwendige ökologische Maßnahmen am Wehr selbst – Restwasserabgabe und Organismenwanderhilfe gehören inzwischen zum Stand der Technik und mussten errichtet werden – führten zu Überlegungen wie das energetische Potential der Alm am Kronawettwehr besser genutzt werden könne. Dies auch deswegen, da die Kosten für den Bau der Organismenwanderhilfe durch die bestehenden Kleinstkraftwerke am Mühlbach kaum finanzierbar waren. Eine Situation die durch die gleichzeitig umzusetzende Restwasserabgabe zusätzlich verschärft wurde, denn dieses Wasser verbleibt im Hauptgerinne und wird somit dem Mühlbach und der dortigen Stromproduktion entzogen.

Da am Kronawettwehr – aufgeteilt auf Wehranlage und Gegenschwelle – in Summe knapp sechs Meter Gefälle zur Verfügung stand, war die Errichtung eines Kraftwerks an diesem Standort durchaus interessant. Es wurde daher ein entsprechendes Projekt entwickelt welches schließlich in den Jahren 2011 und 2012 umgesetzt wurde. Dabei wurde die Wehranlage saniert, die Gegenschwelle direkt zum Wehr verlegt, die Hochwasserabführfähigkeit deutlich verbessert, eine Organismenwanderhilfe in Form eines naturnahen Tümpelpasses mit 42 einzelnen Tümpeln sowie das Kraftwerksbauwerk mit einer doppelt regulierten vertikalen Kaplan-Turbine mit direkt gekoppeltem Permanentmagnet-Generator errichtet. Diese Anlage ist auf 13 m³/sek Wassser ausgelegt und kann ca. 700 Haushalte mit Strom versorgen.

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